Fischerfest 2014

Filed under: Aktuelles — bunk @ 20:54

Gegrillte Forellen auf dem Dorfplatz
Fischerfest
Beste Stimmung mit der „Banzgerblosn“ in Binswangen

zur Bildergalerie

DSC_4127Jedes Jahr wieder ist das Binswanger Fischerfest gut besucht. Sei es im Areal des Fischereivereins am Gemeindeweiher, oder wie dieses Jahr am Dorfplatz. Aufgrund der unsicheren Wetterprognosen für den vergangenen Samstag – Gewitter waren vorhergesagt – entschieden sich die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Gebhard Vögele am Freitagabend für den Aufbau des Zelts am Dorfplatz. Der Musik-Pavillon bot den „Banzgerblosn“ ebenfalls einen hervorragenden Rahmen. Sie brachten Stimmung auf den Dorfplatz mit den Gästen aus Binswangen und Umgebung. Die ließen sich die gegrillten Steckerlfische schmecken. „Wir haben 250 Forellen vorbereitet“, erklärte hierzu Gebhard Vögele, der die Festbesucher herzlich begrüßte. Doch auch Backfisch oder Bratwürste waren im Angebot – denn für jeden Geschmack war gesorgt. Kaffee und Kuchen zum Nachtisch kam ebenfalls gut an. Die Zusammenarbeit der Fischer klappte bestens, so stand einem gemütlichen Abend nichts im Weg. Und als in der Nacht dann doch noch der Regen kam, war ja mit dem Fischerzelt für trockene Plätze bei angenehmen Temperaturen gesorgt. Und die Binswanger freuten sich, dass sie sich nach dem Zusammensein zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den kurzen Nachhauseweg innerhalb des Dorfs machen konnten. (bbk)

Skapulierfest 2014

Filed under: Allgemein — bunk @ 07:03

Maria als Fürsprecherin
Glauben Seit 1685 wird an der Binswanger Marienkapelle das Skapulierfest gefeiert

zur Bildergalerie

von Brigitte Bunk

SkapulierfestZahlreiche Gläubige kamen am Sonntag, 20. Juli, zur Skapulierandacht an die Marienkapelle in Binswangen. Im Außenbereich beteten sie mit Stadtpfarrer Rupert Ostermayer und sangen, begleitet von der Musikkapelle Binswangen. In seiner Predigt bezog sich Pfarrer Ostermayer auf die Dorferneuerung in Binswangen. Die Renovierung des Schillinghauses, der Marienkapelle und der Bauernstraße, „die durch die neue Gestaltung so viel gewonnen hat“. Auch das Schulhaus mit seinem „wunderbaren Umfeld unten am Kirchberg“ nannte er. „Das Ortsbild von Binswangen wird immer noch schöner“, meinte er. „Doch wie sieht es mit der Erneuerung in unseren Herzen, in unseren Köpfen, in unseren Familien und der Dorfgemeinschaft aus“, fragte er dann in die Runde. Der Pfarrer meinte, in Bezug auf die Zuschüsse, die bei der Dorferneuerung, also der äußeren Veränderung fließen: „Wenn uns daran liegt, in unserer Gemeinde, in unserem Gemeinwesen eine Erneuerung der ganz anderen Art möglich zu machen, von Gott und vom Glauben her, dann gibt es da jemanden, der sich auch für uns an entscheidender Stelle einsetzt: Maria“. 

Seit 1685 gibt es die „Bruderschaft des heiligen Skapuliers der Jungfrau Maria vom Berge Karmel“ in Binswangen. Pfarrer Andreas Schuster, ein gebürtiger Wertinger, der von 1669 bis 1698 Ortsgeistlicher war, gründete sie. NachdeDSC_4111m die Kapelle neben der Mutter Anna und dem Heiligen Joseph und Joachim auch der Mutter Gottes vom Berge Karmel geweiht war, wurde sie Bruderschaftskapelle. Und so trafen sich von 1685 bis 1803 und dann wieder von 1814 bis heute die Mitglieder der Bruderschaft zunächst am 16. Juli und dann stets am dritten Sonntag im Juli. So ist im Büchlein zu lesen, das anlässlich der Wiedereröffnung nach der Renovierung im Juli 2012 über die Marienkapelle veröffentlicht wurde. Auch heute noch lassen sich Gläubige, vor allem die Kommunionkinder, welche zur Skapulierandacht kommen, in die Bruderschaft aufnehmen, um den Schutz von Maria zu erbitten. Während der Andacht wird auch für diejenigen aus der Bruderschaft gebetet, die verstorben sind, vor allem diejenigen des vergangenen Jahres. Im Anschluss an die Feier im Außenbereich der Marienkapelle zogen die Gläubigen in der eucharistischen Prozession zum Altar in der Bauerngasse, wo sie den Segen empfingen, und wieder zurück. Dort erhielten sie den abschließenden Segen.

 

Einweihung Schule

Filed under: Aktuelles — Schlagwörter: , , , , — bunk @ 09:55

Ein weiteres Schmuckstück für Binswangen – das Schulgebäude

DSC_2660

Zur Bildergalerie

Zwei modern ausgebaute Stockwerke für die Schule, der Erdgeschossbereich für je eine Kindergarten- und Kinderkrippengruppe: Das sanierte Binswanger Schulgebäude überzeugte bei der Besichtigung anlässlich des Tags der offenen Tür am vergangenen Samstagnachmittag die Gäste ebenso wie das Rahmenprogramm, welches die Kinder vorher beim Festakt zeigten. Dass sie sich im neu aufgeteilten Gebäude offensichtlich wohl fühlen und nIcht nur räumlich zusammengerückt sind, zeigten die miteinander gesungenen Lieder am Anfang und Ende des offiziellen Teils.

Auch die vielseitigen und freudig vorgebrachten Einzeldarbietungen der Schulklassen und Kindergartengruppen brachten die Lebendigkeit zum Ausdruck, die im Schulgebäude Tag für Tag herrscht: Das afrikanische Festlied, der Schulhaus-Samba, das Elementelied, Alle Kinder lernen lesen…..

DSC_2838

Bürgermeister Anton Winkler zeigte die geschichtliche Entwicklung des Hauses auf. Und er nannte die Gründe, warum die Räume des Kindergartens, die seit 1990 im Pfarrhof sind, nicht mehr ausreichten: „Die Belegung am Vormittag wurde von den Eltern durch ihre Berufstätigkeit immer mehr in Anspruch genommen und die zeitliche Aufteilung in eine Vormittags- und Nachmittagsgruppe führte immer mehr zu Unstimmigkeiten.“ Mit der vom Staat geforderten Einrichtung einer Kinderkrippe stand ein Neubau im Gemeinderat zur Diskussion. Im Schulgebäude standen Renovierungsarbeiten an, das Dach musste erneuert werden. Nach Gesprächen mit der Regierung und dem Schulamt war es möglich, den Kindergarten und die Schule in einem Gebäude unterzubringen, berichtete Winkler. In Absprache mit der Kirchenverwaltung und Kirchenstiftung wurde diese Lösung dann beschlossen.

Dass die Schüler in den drei jahrgangsgemischten Klassen mit ihren Lehrern Johann Urban, Martina Bobinger und Nicole Haslinger trotz Baulärm lieber in Binswangen blieben, statt für die Umbauphase ins Haupthaus nach Wertingen zu ziehen, nahm auch Verena Bürkner, Rektorin der Grundschule Wertingen in ihren Worten auf. „Ich glaube, mit eurem Durchhaltevermögen habt ihr für`s Leben gelernt“, lobte sie das Ertragen des Baulärms und das zeitweilige Ausweichen ins Feuerwehrhaus.

Sie hob aber auch Bürgermeister Anton Winkler heraus: „Er machte die Renovierung der Schule zu seiner Chefsache.“ Als Chef der Worte und vor allem d

er Taten bezeichnete ihn die Schulleiterin. Das Schulgebäude nannte sie ein Kinderhaus, in dem man sich richtig wohlfühlen kann.

Dass es ein christlicher Auftrag ist, Kindern den Weg ins Leben zu zeigen, nannte Pfarrer Rupert Ostermayer als Grund dafür, warum die Kirche sich in die Erziehung von Kindern einbringt. Im Namen der Pfarrei und der Kirchenstiftung bedankte er sich für das Anvertrauen der Kinder, und dass die Gemeinde viel Geld in die Hand genommen und Arbeit geleistet hat und auch weiterhin die laufenden Geschäfte finanziell mitträgt.

Landtagsabgeordneter Georg Winter, dem Bürgermeister Winkler schon in seiner Rede für die Zuschüsse dankte, die immer wieder nach Binswangen fließen, hob hervor, dass nach der Marienkapelle und dem Schillinghaus nun schon das dritte Schmuckstück innerhalb kürzester Zeit fertig gestellt wurde. „Für die Gemeinde ist es wichtig, das Angebot für die Kinder bis zum zehnten Lebensjahr vor Ort zu haben. Darauf kann Binswangen stolz sein“, stellte er heraus. Und nachdem heute jahrgangskombinierte Klassen selbstverständlich sind, gibt es in Binswangen noch eine intakte Grundschule.

Für den Elternbeirat dankte Elke Bernhard den Betreuerinnen im Kindergarten unter der Leitung von Angelika Stegmair und Patrizia Contartese den Lehrern Johann Urban, Martina Bobinger und Nicole Haslinger. Sie dankten auch den Eltern für den Zusammenhalt.

Gemeinderat Dr. Hermann Berwe berichtete vom Einrichten einer kleinen Schulbibliothek, für die vom Erlös des Nikolausmarktes 2012 nun Bücher im Wert von 800 Euro gekauft wurden, insgesamt 1500 Euro stehen zur Verfügung.

DSC_2855

Architekt Holger Jaroschek meinte in Richtung der Kinder: „Ihr seid die lebendigen Steine, die das Haus mit Leben erfüllen.“ Er ließ die Bauzeit Revue passieren, erinnerte an die vielen Schwierigkeiten, vor allem wegen der schlechten Bausubstanz. Und er hob Bürgermeister Anton Winkler, seinen Gemeindearbeiter und den „Rentnertrupp“ hervor, die stets bereit standen, wenn Not am Mann war. Als gelungenes Ensemble bezeichnete er das vom Keller bis zum Dachspitz sanierte Gebäude mit seinen Außenanlagen. Und übergab symbolisch sowohl den Schlüssel als auch eine Spende von 500 Euro.

Die kirchliche Segnung der Schulräume – die Kindergartenräume erhielten diesen schon Anfang des Jahres – rundeten das gelungene Fest ab, bevor die Kinder an die Spielstationen durften, und alle mit Kaffee und Kuchen die Fertigstellung des neuen Schmuckstücks für die Binswanger Kinder feiern konnten.